15/05/07 Biografie /  Kritiken /  Repertoire

Janez Lotrič, Tenor

Geboren in Železniki, Slowenien, studierte Janez Lotrič bei Ksenja Vidall-Zebre und an der Musikakademie in Ljubljana bei Otta Ondina-Klasinc, später bei Kammersängerin Hilde Zadek in Wien. In einem Meisterkurs bei Mario del Monaco erhielt er weitere wichtige Impulse. Noch während seiner Ausbildung debütierte er als Nemorino in "L'Elisir d'Amore" an der Oper Maribor und war Preisträger beim Wettbewerb "Toti dal monte" in Treviso.

Seine bedeutende internationale Karriere begann 1995 als
Don José in "Carmen" in Salzburg. Bereits 1996 debütierte Janez Lotrič an der Wiener Staatsoper als Canio in "I Pagliacci" und als Kalaf in "Turandot", sowie an der Deutschen Oper Berlin als Manrico in "Il Trovatore".

Seither gastiert Janez Lotrič an allen großen Opernhäusern und Opernfestivals der Welt, u.a. an der Hamburger Staatsoper, der Oper Kopenhagen, der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris-Bastille, der Oper Frankfurt, am Teatro Real Madrid, an der Scala di Milano, an der Oper Zürich, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Rom, in Bilbao, bei den Salzburger Festspielen, am Royal Opera House Covent Garden London.
 
Sein großes Repertoire umfasst Rollen wie
Canio ("I Pagliacci"), Turridu ("Cavalleria Rusticana"), Manrico ("Il Trovatore"), Radames ("Aida"), Arrigo ("Vespri Siciliani"), Ernani ("Ernani"), Don Alvaro ("La Forza del Destino"), Jean de Leyde ("Le Prophète"), Kalaf ("Turandot"), Cavaradossi ("Tosca"), Arnolde ("Guillaume Tell"), Tonio ("La Fille du Régiment"), Alfred ("Die Fledermaus"), Bacchus ("Ariadne auf Naxos"), Florestan ("Fidelio"), Don José ("Carmen") oder Hoffmann ("Hoffmanns Erzählungen“), aber auch selten gespielte Werke wie die populäre kroatische komische Oper "Ero, der Schelm" (Titelpartie) oder Zdenek Fibichs Oper "Šárka" (Ctirad).

Janez Lotrič ist auch ein gefragter Konzertsänger, dessen Repertoire von der 9. Sinfonie, der Missa Solemnis, Christus auf dem Ölberg von Beethoven über die Requien von Berlioz, Dvořak und Verdi, Janačeks "Glagolitische Messe", Puccinis "Messa di Gloria", Rossinis "Stabat Mater" bis zu Mahlers 8. Sinfonie oder dem "Lied von der Erde" reicht.

Eine CD mit "Operatic Duets for Tenor and Bariton", gesungen von Janez Lotrič gemeinsam mit Igor Morozow, ist bei Naxos erschienen. Nach einer Solo-CD mit großen Tenorarien aus dem Jahre 1999 erschien im Juni 2003, ebenfalls bei Naxos, eine CD mit Arien von Verdi, Rossini, Puccini und Glinka.

In jüngerer Zeit sang Janez Lotrič unter anderem
Manrico in "Il Trovatore" in Rom und den Kalaf mit Eva Marton als Turandot in Tokio, sowie den Arnolde in "Guillaume Tell" von Puccini an der Seite von Thomas Hampson und Bacchus ("Ariadne auf Naxos") an der Opéra Bastille in Paris, Turridu („Cavalleria Rusticana“) und Canio („I Pagliacci“) am Aalto Theater in Essen, Arrigo am Teatro Massimo di Palermo und als Alfred an der Wiener Staatsoper. Außerdem sang er Riccardo ("Un Ballo in Maschera").und Bacchus an der Opéra de Toulon, sowie Apollo ("Daphne" von Richard Strauss), Kalaf (Aida) und Canio an der Deutschen Oper Berlin.

Sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York als
Alfred ("Fledermaus") gab er im Januar 2006. Im März und April 2006 verkörperte er die Titelrolle von Verdis "Otello" in einer Inszenierung von Christine Mielietz unter der musikalischen Leitung von Philippe Auguin an der Nomori-Oper in Tokio.

Als Otello war er auch in der laufenden Spielzeit an der Staatsoper Hannover zu hören, eine Produktion, die 07/08 wieder aufgenommen wird.. Zum Jahreswechsel 2006/07 gastierte er als Alfred ("Fledermaus") an der Bayerischen Staatsoper München, wohin er auch für die kommende Saison wieder eingeladen wurde.

 

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